Historie

Eine Zusammenfassung nach der Chronik von Hans Glatt 1981

Am 11. Juli 1956 lud Herr Albin Richter die Bewohner der Altbohl-Siedlung sowie die Angehörigen der "Framo" zu einer Versammlung ein. Der Zweck dieser Einladung in's "Altbohl-Stüble" war die Gründung des Sportvereins "RADOLFZELL-ALTBOHL".
32 Personen folgten dieser Einladung eines Idealisten, Herr Albin Richter, dem eigentlichen Gründer des "Ball-Spiel-Verein NORDSTERN Radolfzell".

Nicht alle haben begrüßt, daß ein neuer Sportverein gegründet wurde und nur wenige gaben dem Vorhaben eine Chance.

Am 08. August 1956 wurde durch Albin Richter die erste ordentliche Hauptversammlung im "Altbohl-Stüble" einberufen.
Viele Aufgaben hatte die neue Vorstandschaft vor sich. Neben dem Fußball sollte auch eine Damen-handball-Mannschaft ihren sportlichen Ehrgeiz zeigen.
Die Damenmannschaft spielte mit großem Erfolg in der internat. Bodenseeklasse u.a. gegen Schweizer Meister wie Zürich und St. Gallen.
Leider wurde 1964 seitens der Vereinsleitung der Handballbetrieb eingestellt.

Zu der in der Kaserne ansässigen französischen Garnison bestand ein guter Kontakt und eine herrliche Kameradschaft. So kam es auch, daß die Handballerinen die Sporthalle der Kaserne für das Training benutzen durften.
Beide Mannschaften hatten zu Beginn Ihres Bestehens manch hohe Niederlage zu verkraften. Vielleicht gerade deswegen war es zu jener Zeit der Zusammenhalt und die vorbildliche Kameradschaft, die diese Teams auszeichnete.

Die Erste Mannschaft mit der A-Jugend nach der Gründung:

 

von links oben: K.Stocker, M.Tausendfreund, E.Hafel, E.Reinhard, H.Günther, B.Schlicht, R.Strobel, H.Voigt, A.Lauinger, R.Günther, W.Frank, 1.Vors. A.Richter.
A-Jugend knieend v.l.:E.Emmerich, S.Hainke, J.Kühl, G.Kassner, H.Günther, B.Schlicht, H.Wildemann, M.Ring, M.Kähl, W.Beck, W.Berg, W.Motz.

Nachfolger von Herrn Richter wurde Anton Beck sen., unter dessen Tätigkeit als Vorstand der Verein endlich einen Sportplatz erhielt.
Von den ehem. Umkleidekabinen des Mettnau-Stadions erhielt der BSV die Hälfte zum Wiederaufbau. Es wurden auch Umkleidekabinen für Spieler und Schiedsrichter gebaut.
Für seine Arbeitseinsätze und seine Spendenfreudigkeit wurde Herr Anton Beck sen. später zum Ehrenpräsident des Vereins.

Unten: Die Meistermannschaft 1964

Nun ging es auch mit der Fußball-Abteilung aufwärts. Von der C-Klasse über B-Klasse bis hin zur A-Klasse.
Am 16. Oktober 1970 wurde Christian Peetz zum 1. Vorsitzenden gewählt. Am selben Abend gab Bürgermeister Fritz Riester grünes Licht für den Bau eines neuen, eigenen Platzes.

Am 12. August 1973 wurde durch Bürgermeister Fritz Riester, ein Mitglied und Freund des BSV Nordstern, der neue Sportplatz eingeweiht.

Nach Fertigstellung des Sportplatzes trat ein neues Problem auf: Ein Sportheim das dem Aussehen der bisherigen Anlagen nicht nachstehen sollte.
In fast ständigen Verhandlungen mit den ausschlaggebenden Institutionen ist es Christian Peetz gelungen, die Notwendigkeit eines Klubheims klar zu machen.

Am 04. November 1975 erfolgte der erste Spatenstich. Betrugen schon die Gesamtkosten für den erstellten Sportplatzbau 311.000,- DM, war jedem klar, daß eine neuerliche , große finanzielle Belastung auf den Verein zukam.
Am 10. Dezember 1977 eröffnete der neue Bürgermeister Günther Neurohr das Sportheim. Die erbracht Eigenleistung der BSV-Mitglieder betrug sagenhafte 16.000 Arbeitsstunden! Nicht mitgezählt sind die unzähligen Verhandlungsstunden, die der damalige Vorsitzende Christian Peetz geführt hat.
Besondere Verdienste zum bau beigetragen haben Mitglieder wie, Werner Beck, Anton Beck jun., Siggi Bayer und Anton Beck sen. Letztere beide sind für Ihren Einsatz zu Ehrenmitglieder ernannt worden.
Am 21. Januar 1979 wurden die Kegelbahnen eingeweiht. Die Anlage verschlang 66.000,- DM.

Aufstieg in die Bezirksliga 1979

1981 wurde der Parkplatz hergerichtet. Heute besteht die Möglichkeit, daß nicht nur Besucher des Sportheims und der Anlage, sondern auch diejenigen ihr Fahrzeug parken können, die das Naherholungsgebiet "Altbohlwald" aufsuchen wollen.

Neben dem Aufbau einer Jugendarbeit, die bereits 1981 auf über 100 Jugendliche in 5 Mannschaften zurückblicken kann, war der größte sportliche erfolge in jenen Jahren der Aufstieg der I. Mannschaft in die Bezirksliga Bodensee. Unter Trainer Herbert Häring schloß man die Saison mit 91:35 Toren und 46:14 Punkten ab.

Das Aufstiegsteam in die Bezirksliga 1980
bild team1980

Die Jahre ab 1981 verliefen wie eine Berg- und Talfahrt.
Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga fand man sich Mitte der achtziger Jahre in der Kreisliga B wieder.
Zwar war fast jedes Jahr das Saisonziel Aufstieg in die A-Klasse, aber für Platz 1 hat es am Ende nie gereicht.

Also müsste schon das Glück dem BSV zur Seite stehen: Unter Trainer Wolfgang Eggert stieg man als Tabellenzweiter in die Kreisliga A auf, da der Erste - der FC Wollmatingen II - aufgrund des Abstiegs seiner ersten Mannschaft aus der Bezirksliga nicht selbst aufsteigen konnte.

Da war aber auch schon die Glückssträhne zu Ende, denn aufgrund von Strukturänderungen in den Kreisligen gab es in der folgenden Saison 4 Absteiger aus der A-Klasse (normalerweise nur 1-2).
Leider war der BSV unter diesen.

Ab der Saison 1992/93 übernahm der bisherige Kapitän Eric Bourguignon das Amt des Trainers.
In den ersten 3 Jahren unter seiner Regie verpasste mit zwei Vizemeisterschaften und einem dritten Platz nur knapp den Aufstieg.
In der Saison 1995/96 kam gar ein schlimmer Einbruch, als man sogar gegen den Abstieg spielte.

Höhepunkt Bourguignon's Trainertätigkeit war der Aufstieg 1998, als man in einem Herzschlagfinale die Meisterschaft am letzten Spieltag holte.

Die Meistermannschaft der Saison 1997/98

bild team1998

obere Reihe v.l.: Spielausschuss Schädler, Betreuer Glatt, Sawicki, Bitter, Bracht, Wernick, Binder, Vogler, Schmid, Krause,-, Özkol, Klinkenberg, Tripodi, Trainer Bouguignon. untere Reihe v.l.: Beck, Eggert, Widmann, A.Schmitt, Burkhart, Bickel, Unger, M.Schmitt, Schwarz, Nohl, Otto.

Nach einem weiteren Abstieg schaffte man 1999/2000 wiederum den Aufstieg in die Kreisliga A, aus der man - mittlerweile als Fahrstuhlmannschaft bekannt - im Jahr 2001/2002 wieder abstieg.

Seitdem scheiterte der BSV mehrfach knapp am Aufstieg.

Erst in der Saison 2014/15 gelang unter Spielertrainer Antonio Fiore Tapia der erneute Aufstieg in die Kreisliga A mit einer überragenden  Tordifferenz von 118:22 Toren und 60 Punkten aus 22 Spielen.
Antonio Fiore Tapia wurde dabei Torschützenkönig mit 35 Treffern, sein Bruder Daniel zweiter mit 26 erzielten Toren und Sven Dieterle vierter mit 23 Treffen.

Die Meistermannschaft 2015

Meister2015